Oct 17
Musterung: Ärztin griff von hinten ans Hodensäckchen und befühlte meine Hoden
Aus Musterung Erfahrungsberichte - Eine Untersuchungs-Tortur
Untersuchung im Stehen:
-Die Ärztin musterte mich dann, während ich aufrecht vor ihr stehen sollte; sie monierte dabei, dass ich sehr blass und mager sei, einen recht kränklichen Gesamteindruck mache, was durch meine vielen Pigmentflecken überall noch verstärkt werde.
-sie schaute dann ziemlich kritisch an Armen, Rücken und am Oberkörper oberflächlich nach meinen Leberflecken und wollte wissen, ob bei mir schon mal welche entfernt wurden; da bei mir im Jugendalter bei einer Hautärztin schon mal ein paar Leberflecken vorsorglich (an Brust, Oberkörper/Seite und am Rücken/Schulterblatt) entfernt wurden, wollte die Ärztin dann ganz genau wissen, wo, wann und warum die Leberflecken weg gemacht wurden, ob es sich um Krebs handelte und sah sich dann die kleinen Narben an den Stellen penibel an.
-Sie kontrollierte dann Körperhaltung und meine Füße (auf Senk-, Spreiz- und Plattfüße).
-Danach sagte sie mir, dass ich auch die Unterhose runterziehen sollte. Ich war völlig perplex und folgte ihrer Anweisung ziemlich verdattert und war nun ganz nackt. Die Ärztin kontrollierte und tastete im Stehen zunächst meine Hüftknochen. Danach sollte ich mich vorbeugen und sie tastete meine Wirbelsäule komplett von oben hinab bis zum Steißbein. Danach sollte ich mich wieder gerade hinstellen und die die Beine etwas auseinander machen. Sie griff mir nun mit einer Hand von hinten ans Hodensäckchen und befühlte meine Hoden. Ich sollte dabei einige Male husten. Sie bemerkte kritisch, dass mein rechter Hoden merklich kleiner ist als der linke und diktierte das auch der Helferin in die Akte. Die Ärztin setze sich dann vor mich auf ihren Hocker und tastet beide Hoden einzeln ab.
-Danach sollte ich mich schließlich strecken und den Bauch so pressen, dann einige Male husten. Ich merkte, wie ihr Blick dabei v.a. auf meinen Bauch fixiert war; dabei tastete sie dann schließlich mit einem Finger etwas direkt an meinem (vorgewölbten) Nabel, während ich husten bzw. den Bauch pressen sollte
-Dann wies mich die Ärztin an, meine Vorhaut am Penis zurückzuschieben. Das sollte ich noch dreimal wiederholen; beim letzten Male sagte sie mir schroff, dass ich die Vorhaut nun ganz bzw. soweit es ging ganz nach hinten schieben soll, um dann vorwurfsvoll nachzufragen, ob das denn nicht weiter ginge! Ich wusste gar nicht, was ich antworten sollte, da probierte sie es selbst mehrere Male und versuchte mit Kraft meine Vorhaut ganz hinter die Eichel zu schieben, was recht schwer ging. Sie diktierte der Helferin, dass ich noch eine leichte Phimose hätte, und wollte dann von mir wissen, ob das früher schon mal untersucht und beanstandet wurde. Außerdem stellte sie noch Fragen zu einem Muttermal (an meiner Eichel), das etwas größer und auffälliger ist (ob ich es schon immer habe, ob es schon immer so groß war).
-die Ärztin meinte schließlich, dass ich mit meinen vielen Muttermalen überall zu einer Hautuntersuchung zu einem Hautarzt muss (obwohl ich schon im Jugendalter regelmäßig zu Hautärzten musste!)
Untersuchung im Liegen:
Ich sollte mich zunächst flach auf den Rücken legen; die Ärztin machte dann eine ziemlich lange und ausführliche ganzkörperliche Untersuchung:
-sie schaute in die Augen, in den Mund und die Ohren,
-machte dann einige Reflexprüfungen mit dem Reflexhämmerchen (v.a. an Armen, Handgelenke, Beinen, an den Seiten, am Bauch),
-tastete dann die Lymphknoten (v.a. am Hals, Schlüsselbein, in Achseln) ab
-klopfte u. tastete dann am Brustkorb an den Rippen entlang, ebenso auch kurz an den Brustwarzen (wo sie noch ein Muttermal besonders monierte),
-hörte dann mit dem Stethoskop Herz und Lunge an Brust und Rücken ab und hörte dann länger überall am gesamten Bauch ab (wobei ich wieder zeitweilig so in den Bauch atmen sollte, was ich erst nicht richtig machte, weil mir ziemlich übel im Bauch war, so dass die Ärztin mich schroff anfuhr),
-danach klopfte sie dann (mit den Fingern) überall am ganzen Bauch herum,
-dann sehr gründliches und langes Abtasten am ganzen Bauch, erst leichter, dann immer fester, was unangenehm war (sie fragte mich immer wieder nach Übelkeit, Bauchweh, etc.);
-außerdem inspizierte sie sehr sorgfältig meine Blinddarmnarbe (stellte noch mehrere Fragen zur Blinddarm-OP) und untersuchte dann akribisch meinen vorgewölbten Nabel, den sie erst genauer ansah und dann länger und intensiv abtastete (was ich zwar schon von etlichen Untersuchungen früher kannte, aber trotzdem schmerzhaft war); dabei fragte sie mich noch weiter wg. meinem Nabel aus (v.a. zu früheren Untersuchungen)
-danach inspizierte und betastete sie etliche Muttermale eingehender (v.a. größere/auffälligere an Brust + Bauch), stellte auch hierzu Fragen (v.a. nach Veränderungen in letzter Zeit)
-dann tastete sie weiter in der Leistenregion ab, anschließend an Penis + Eichel (wobei mein Penis steif wurde, was ich aber schon von anderen Untersuchungen kannte)
Danach durfte ich dann aufstehen, sollte mich aber noch mal umdrehen und mit den Armen auf die Liege abgestützt vorbeugen; dabei sah mir die Ärztin kurz zwischen die Pobacken (sie schaute, ob ich Fisteln habe, wie ich es beim Magen-Darm-Arzt früher aus der Klinik her kannte!); nachdem sie der Helferin diktierte, dass keine Fisteln vorliegen, ließ die Ärztin endlich von mir ab; ich durfte dann die Unterhose wieder anziehen und zurück in den Warteraum gehen und Warten.
NACHUNTERSUCHUNG
…Ich sollte mich dann wieder aufrecht vor die Ärztin stellen, die dann wieder von Kopf bis Fuß ringsum meine Muttermale überall ansah, mit denen sie insgesamt gar nicht zufrieden war; sie moserte nur noch an mir herum und ordnete daraufhin eine hautärztliche Untersuchung an, weil ihr etliche „krankhafte” Muttermale aufgefallen waren, die “krebsig” ausgesehen haben (u.a. am re. Oberschenkel, an Hals, Brust und Bauch). Während sie am Bauch schaute, bemängelte sie auch wieder meinen vorgewölbten Nabel, drückte eine Weile an ihm herum und meinte dabei, dass ich auch einen Nabelbruch habe, der abklärungsbedürftig sei, und stellte noch weitere Fragen dazu (ob er sich zuletzt weiter, praller, dicker vorgewölbt hat).
Auch die Unterhose musste ich dann wieder ausziehen, wobei die Ärztin sowohl das Zurückschieben der Vorhaut, wie auch die Hoden kontrollierte; mit beidem war die Ärztin nicht zufrieden und diktierte der Schreibkraft etwas von unklaren Tastbefund am re. Hoden sowie bestehender Phimose in die Unterlagen und erklärte mir, dass ich bei einem Urologen untersucht werden sollte. Da wurde mir richtig anders zumute, denn zum Urologen mochte ich seit meiner Erfahrungen im Jugendalter am liebsten gar nicht mehr. Auch beim anschließenden Sehtest fiel ich durch, so dass sie als nächstes einen Termin beim Augenarzt anordnete.
Quelle: Musterung
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